Samstag, 15. August 2009

Das Leben am Wasser

Wieder ein Tag am See. Wo die Magnetnadel verrückt spielt und die Haare sich zu Bergen auftürmen. Die Birkengeister wandern stumm über die Augenwinkeln, sie sehen zu von weitem wie wir im Kreis tanzen mit erhobenen Armen. Sie war eine Göttin. Bleich mit schwarzen Augen. Ich wollte niederfallen und an ihren Füssen schlafen. All die Muster tanzten für sie. Ein kleines Geheimnis. Ich wollte es behalten. Ich wollte es still verhüllen. Alles bedeutet. Alles weist hin. Die Bilder rollen wie verlorene Münzen alle zur selben Stelle. In den Schoss des einen Menschen am Ende der Gleichung. In das vergrabene Herz, das unter seinen vielen Wunden nur lauter und lauter schlägt und gütig seine Wunder verschenkt. Ich habe alle Lücken in meinem Kopf mit dir Gefüllt. Da steht jetzt Gross und Mächtig deine starke Stirn. Dir wurden Augen geschenkt, dass ich dich sehen kann. Mir wurde die Stimme gestohlen, dass du mich hören kannst. Früher als wir schliefen haben wir uns gut gekannt, jetzt wo wir wach sind dürfen wir nicht mehr.

Mittwoch, 20. Mai 2009

Gestern hat die Wirtin geweint
Sie konnte nicht mehr zählen
Sie konnte nicht mehr sprechen
Sie hat gesagt: Ich bin krank
Wir waren alle betrunken
Warum hat sie geweint?
War es wegen uns weil unser Glück ein falsches ist?
Und es alles nichts genützt hat?
Ich habe ihr gesagt: Darum kommen wir doch her
Weil die Menschen hier echt sind
Und dann hat sie noch mehr geweint
Und ihre schönen Arme haben gezittert
Ich weiss nicht wieso sie geweint hat
Aber ich bin ihr dankbar

Dienstag, 28. April 2009

Du trägst deine Schätze nicht vergebens



Die Menschen mögen Namen und
sie mögen Sprüche
die sie wiederholen immer im Kreis
Aber hab keine Angst
wenn du ganz alleine bist
da gibt es keine Wörter
hinter deinen Augen
nur deine Seele die reift
hinab ins Dunkle

Samstag, 18. April 2009